Willkommen im Archiv der Grenzgänge
Literatur des Abgrunds.
Das Manifest der Unbequemlichkeit
Eine Fantasie schuldet niemanden eine Rechtfertigung.
Sie ist weder tugendhaft noch verwerflich, sie existiert einfach in ihrer vollständigen Autonomie.
(Sebastian Wolf)
Wer dieses Portal ansteuert und auf ein gefälliges Willkommen, auf literarische Streicheleinheiten oder bürgerlichen Trost hofft, hat den ersten und fatalsten Fehler bereits begangen. Meine Werke sind nicht dafür geschaffen, Ihrem verweichlichten Ästhetikbegriff zu schmeicheln.
Sie sollen nicht gefallen, sie wurden entworfen, um weh zu tun und als Skalpell durch das verrottende Fleisch gesellschaftlicher Illusionen zu schneiden, bis das nackte Knochengerüst der Wirklichkeit freiliegt. Sie betreten hier die Leichenhalle einer Gegenwart, in der die blind wankende Herde ihren Kadavergehorsam als moralischen Triumph feiert und in der sterilen Nekrose einer künstlichen Simulation dahinvegetiert.
Dieses Portal ist die radikale, eiskalte Notwehr des Einzigen, die literarische Destillation von Grenzerfahrungen aus der Isolation des Abgrunds heraus. Wenn Sie bereit sind, die schützenden Masken der Sitte vom Gesicht zu reißen und den Blick nicht abzuwenden, bis die Augen bluten, dann treten Sie ein oder weichen Sie weiter aus, wischen Sie mich weg und verrecken Sie im glatten, unendlichen Rauschen Ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit.
